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Tiefdruckverfahren

Seit fünfundsiebzig Jahren ist BOBST intensiv an der Entwicklung und Herstellung von Tiefdruckmaschinen beteiligt. In diesen Jahren hat BOBST mit den Produktreihen Rotomec und Kochsiek sein umfassendes Wissen über das Verfahren und die spezifischen Anforderungen des Marktes kontinuierlich eingesetzt, um die produktivsten und rentabelsten Lösungen für flexible Materialien und Faltschachteln anzubieten.

Das Ergebnis ist, dass kein Anlagenhersteller mit dem BOBST-Angebot von Tiefdruckmaschinen für diese Anwendungsbereiche konkurrieren kann.

Tiefdruckverfahren

Das Tiefdruckverfahren überträgt die Farbe direkt an Trägermaterialien auf Holzfaser-, Kunststoff- oder Verbundstoffbasis, wie z. B.:

  • Folie, z. B. Polyester, OPP, Nylon und PE
  • Papier
  • Karton
  • Aluminiumfolie

Moderne Tiefdruckmaschinen verwenden Druckzylinder mit lasergravierten winzigen Näpfchen, die die Druckfarbe aufnehmen und deren Größe und Muster das erforderliche Druckbild wiedergibt. Die Kombination aus Andruck und Saugfähigkeit bewirkt, dass die in den Näpfchen enthaltene Farbe das Druckbild direkt auf das Trägermaterial überträgt.

Das Verfahren, das im Allgemeinen als Tiefdruck bezeichnet wird, wird für Lebensmittelverpackungen und andere Verpackungen sowie für Etiketten, Wandbeläge, Transferdruck oder Anwendungen im Sicherheitsdruck, in der Industrie und in der Tabakindustrie verwendet.

Tiefdruckmaschinen

Der Aufbau einer Tiefdruckmaschine entspricht einer Inline-Anordnung, bei der die erforderliche Anzahl Druckwerke in einer horizontalen Ebene in einer Reihe installiert sind. Jedes Druckwerk einer konventionellen Tiefdruckmaschine besteht aus folgenden Komponenten:

  • Druckzylinder: Nahtloser, rohrförmiger Sleeve oder Vollzylinder aus Stahl, Aluminium, Kunststoff oder Verbundmaterial mit dem gravierten Druckbild
  • Rakel: Vorrichtung zum Abstreifen der Farbe von den nicht gravierten Bereichen des Druckzylinders und zum Abstreifen der überschüssigen Farbe von den gravierten Bereichen
  • Presseur: Mit Gummi überzogener Sleeve, der auf einem Stahlzylinder montiert ist. Er dient vor allem dazu, das Trägermaterial gegen den Druckzylinder zu drücken
  • Einfärbsystem: Das Einfärbesystem besteht aus Farbwanne, Farbbehälter und Farbpumpe mit Einlauf- und Rücklaufleitungen
  • Trocknungssystem: Kammer, in der die auf das Trägermaterial aufgebrachte Farbe getrocknet wird, bevor es das nächste Druckwerk erreicht. Die Trocknerkapazitäten werden auf der Basis der erforderlichen Druckgeschwindigkeit, des Farbtyps (lösemittel- oder wasserbasiert) und des Farbauftragvolumens festgelegt

Prozessbeschreibung

Beim Tiefdruckverfahren dreht sich der Druckzylinder in einer Farbwanne, wo die gravierten Vertiefungen (Näpfchen) mit Farbe gefüllt werden. Überschüssige Farbe wird anschließend mit der Rakel entfernt. Die fortgesetzte Drehbewegung stellt dann den Kontakt zwischen Druckzylinder und Trägermaterial her, das von dem mit Gummi überzogenen Presseur gegen den Druckzylinder gedrückt wird.

Durch den Andruck des Presseurs und die Saugfähigkeit des Trägermaterials wird die Farbe aus den Näpfchen des Druckzylinders direkt auf die Oberfläche des Trägermaterials übertragen. Während sich der Druckzylinder weiter in die Farbwanne dreht, wird der bedruckte Bereich des Trägermaterials nach Durchlauf durch einen Trockner zum nächsten Druckwerk geführt, das in der Regel eine andere Farbe oder einen Lack bzw. eine Beschichtung aufträgt.

Die Registerhaltigkeit von Farbe zu Farbe wird durch automatische Regelung des Seiten- und Längsregisters garantiert.

Bei Rollentiefdruckmaschinen wird die Bahn nach dem Drucken der einzelnen Farben und dem eventuellen Auftragen einer Beschichtung wieder zu einer Rolle aufgewickelt.

Vorteile und Anwendungsbereiche des Verfahrens

Das Verfahren gestattet einen gleichmäßigen Farbauftrag bei unterschiedlichen Dichten und hohen Geschwindigkeiten und eignet sich damit für Anwendungen, die eine erstklassige Bildqualität erfordern, wie z. B. im Verlagswesen, in der Verpackungsindustrie, für Etiketten, Sicherheits- und Dekorativdruck.

Dank der Standzeiten der verwendeten Druckzylinder gewährleistet das Tiefdruckverfahren auch bei sehr hohen Stückzahlen oder regelmäßigen Wiederholaufträgen eine hohe Druckqualität und bietet Kostenvorteile gegenüber anderen Verfahren.

BOBST Know-how und Erfahrung

Die innovative Rotomec-Reihe, die den BOBST-Kunden einen hohen Wertschöpfungsfaktor garantiert, genießt einen hervorragenden Ruf in der Tiefdruckmaschinentechnologie und definiert den Standard für modernste, höchst produktive und bedienerfreundliche Tiefdruckmaschinen.

Die hervorragenden Leistungsmerkmale und die Funktion der Abfallreduzierung von Rotomec-Tiefdruckmaschinen wurden durch die Einzelantriebstechnologie und die Druckregisterkontrolle Registron®, mit der Produktionszeiten und Ausschuss drastisch reduziert werden, weiter verbessert.

Mit ebenso eindrucksvollen Innovationen legt BOBST mit den LEMANIC®-Maschinen den Standard für den Rollentiefdruck in anspruchsvollen Verpackungssegmenten, wie z. B. der Herstellung von Zigarettenschachteln, fest. Das Bedrucken von Papier oder Karton stellt eine besondere Herausforderung für das Tiefdruckverfahren dar, aber die technologischen Fortschritte, die Bedienerfreundlichkeit, die kurzen Rüstzeiten und der reduzierte Ausschuss der BOBST-Druckmaschinen haben sie weltweit zu einer Referenz gemacht.

Mit den spezialisierten Kochsiek-Tiefdruckmaschinen bedient BOBST die Märkte für Dekordruck und Getränkeverpackungen. Präzisionsdesign, hohe Fertigungsstandards und modernste computerbasierte Steuerungen gewährleisten die hervorragende Produktqualität, außergewöhnliche Zuverlässigkeit und langfristige Wertschöpfung der BOBST-Tiefdruckmaschinen.

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