opener

Vakuumbeschichtungs- und Vakuummetallisierungsverfahren

Die für Breitbahn-Verarbeitung entwickelten BOBST Vakuumbeschichtungs- und Vakuummetallisierungsanlagen zeichnen sich durch minimale Stillstandszeiten und höchste Qualität bei hohen Geschwindigkeiten aus. Aus diesem Grund ist die General Produktlinie als weltweit führend bei Vakuumbeschichtungs- und Vakuummetallisierungslösungen für Barriere-, Dekorations-, Sicherheitsbeschichtungen und Hightech-Anwendungen anerkannt.

Vakuumbeschichtungs- und Vakuummetallisierungsverfahren

Als Vakuumbeschichtung und -metallisierung wird das Verfahren zum Auftragen eines dünnen Films aus Aluminium oder einer anderen Beschichtung auf ein Material bezeichnet.

Im Prinzip wird bei diesem Verfahren das Beschichtungsmaterial in einer Vakuumkammer verdampft, sodass es anschließend auf einer durchlaufenden Trägerbahn kondensieren kann.

Papier- und Folienmetallisierungen werden aus ästhetischen oder praktischen Gründen bei der Herstellung von Verpackungen verwendet. Der Markt für Barriere- und Dekorprodukte ist bekannt für seine große Vielfalt, die von Bierflaschenetiketten bis zu Chip-Tüten reicht.

Vakuumbeschichtungsanlagen

Eine Vakuumbeschichtungsanlage, auch als Vakuummetallisierungsanlage oder Barriere-Beschichtungsanlage bezeichnet, besteht aus einer Vakuumkammer mit einem Druck von üblicherweise 0.0005 mbar.

In dieser Kammer wird ein Aluminiumdraht in einzelne, elektrisch geheizte Metallverdampfer eingeführt, in denen das Aluminium schmilzt und verdampft.

Das flexible Trägermaterial, das von einer gekühlten Prozesstrommel gestützt wird, wird mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1000 m/min über die Verdampfungsquelle geführt. Der Aluminiumdampf kondensiert auf dem Trägermaterial und bildet dadurch die Aluminiumschicht.

Plasmabehandlung

Um eine verbesserte Haftwirkung des Metalls zu erhalten und/oder die Barrierewirkung gegenüber Wasserdampf- und Sauerstoffpermeation zu erhöhen, kann eine Plasmabehandlungsstation in eine Vakuumbeschichtungsanlage integriert werden. Bei dieser Behandlung wird die Oberfläche der Bahn direkt vor der Beschichtung mit Plasma in Kontakt gebracht.

Das Plasma wird gebildet, indem ein Gas oder eine Gasmischung durch Anlegen einer elektrischen Spannung ionisiert wird. Neben dem Entfernen von Feuchtigkeit und anderen Verunreinigungen dient die Plasmabehandlung dazu, die Anzahl von Keimbildungsorten durch Zufügen von polaren Wirkungsgruppen zu vergrößern, was zu einer Beschichtung mit einer gleichmäßigen Oberflächenstruktur und weniger Fehlern führt.

Anwendungen

Die Vakuumbeschichtungsanlage wird verwendet, um flexiblen Trägermaterialien ein besseres Aussehen zu verleihen und/oder die Barrierewirkung gegenüber Wasserdampf- und Sauerstoffpermeation auf Werte zu erhöhen, die denen von Glas- oder Metallbehältern entsprechen. Dadurch wird eine bessere Verpackungsleistung erzielt, die Haltbarkeit wird verlängert und die Qualität des verpackten Produkts wird beibehalten.

Das Verfahren kann außerdem dazu verwendet werden, elektrisch leitende Trägermaterialien herzustellen, Energie zu sparen, Lichtdurchlässigkeit oder Reflexion zu kontrollieren oder auch Waren vor Fälschung und Diebstahl zu schützen.

BOBST Know-how und Erfahrung

Dank seiner General Produktlinie verfügt BOBST über ein enormes Know-how beim Vakuumbeschichtungsverfahren und im Umgang mit flexiblen Trägermaterialien. Dies führte zur Entwicklung von Hightech-Anlagen für Vakuumbeschichtung und Vakuummetallisierung, die zur Produktion einer Vielzahl von Produkten eingesetzt werden können.

Kontakt