BOBST unterstützt seine Kunden dabei, die Produktivität ihrer Maschinen zu verbessern. Das Konzept der Prozessoptimierung umfasst alle Prozessabläufe, das Ergebnis sind Leistungssteigerungen um bis 150 Prozent pro Auftrag. Das zeigt das vor kurzem durchgeführte Pilotprojekt bei der Firma Rondo in Budapest. Von den Effizienzsteigerungen einer MASTERLINE 1.7 profitieren der renommierte Wellpappenverarbeiter und seine Kunden.
Der Ruf nach einem höheren Durchsatz, kürzeren Rüstzeiten, niedrigeren Betriebskosten und einer gesteigerten Qualität ist in der Druckbranche allgegenwärtig. Alle wollen es: Druckkunde und Druckdienstleister. Um seinen Kunden zu helfen, ihre Produktivität zu steigern, hat BOBST ein neues Programm aufgelegt, mit dem Druckereien ihre Produktionsabläufe auf den Prüfstand stellen können. Das Konzept der Prozessoptimierung ist ein Serviceangebot des Maschinenherstellers, um die Produktivität der BOBST-Maschinen auf Kundenseite zu verbessern. Dabei führen qualifizierte BOBST-Techniker beim Kunden eine gründliche Analyse aller Prozessschritte durch, um herauszufinden, an welchen Stellen Verbesserungspotenzial besteht.
Der Maschinenhersteller schaut dabei nicht isoliert auf die Druckmaschinen, sondern zieht im Gegenteil die gesamte Druckumgebung in seine Bewertung mit ein. Das schließt unter anderem die Werkzeuge, die Kenntnisse des Bedienerpersonals, die Sicherheit am Arbeitsplatz, Gesundheitsaspekte und vieles mehr ein. Die Ergebnisse und Empfehlungen dieser Analyse fließen in einen Bericht ein, aus dem BOBST einen maßgeschneiderten Aktionsplan erstellt. Dieser zeigt auf, anhand welcher Veränderungen der Kunde seine Produktionszeile steigern kann. Der Clou dabei: Wenn sich der Kunde entschließt, die gesamte Prozessoptimierung mit BOBST durchzuführen, garantiert BOBST das Erreichen der gesetzten Produktionszeile. Am Ende der Prozessoptimierung werden die realisierten Ergebnisse in einem Abnahmeprotokoll festgehalten und bilanziert.
„BOBST versteht die Prozessoptimierung als echte Partnerschaft zwischen Maschinenhersteller und Druckerei. Wir stellen dem Kunden die Expertise und Erfahrung unserer hochqualifizierten Techniker zur Verfügung und unterstützen sie dabei, ihre Effektivität zu erhöhen“, erklärt Arnaud Jolliet, Product Development Specialist Business Unit Services bei BOBST.
Vertrauen auf beiden Seiten
Einer der ersten Kunden, mit dem BOBST diese leistungsorientierte Form der Prozessoptimierung erfolgreich durchgeführt hat, ist das Wellpappenwerk Rondo in Budapest, dem ungarischen Standort des traditionsreichen Wellpappen- und Verpackungsherstellers Rondo-Ganahl AG aus Österreich. Im Lauf der Projektdauer von sechs Monaten zwischen März und September 2019 wurde dort eine MASTERLINE 1.7 Verarbeitungslinie mit Masterflex-HD Flexodruckmaschine für drei Farbwerke optimiert. In der Zielvereinbarung ging es darum, die Ausgabeleistung anhand von drei speziell gewählten Referenzaufträgen zu verbessern. Es handelte sich um eine Pizzaschachtel, eine Gefahrgutverpackung und eine Chips-Verpackung – alles Wellpappenverpackungen mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen, wie sie in dieser Form häufig bei Rondo anfallen.
„Die Zusammenarbeit mit BOBST während der Projektdauer lief tadellos. Und die erreichten Ergebnisse haben die ursprüngliche Ausgabeleistung deutlich übertroffen. Sie überstiegen sogar die festgesetzten Ziele des Aktionsplanes. Das hätten wir nicht gedacht! In Fall der Gefahrgutverpackung lag die Ausgabeleistung bei einer Steigerung von fast 150 Prozent, die Steigerungsraten der anderen beiden Referenzjobs betrugen 50 (Chips) und 100 (Pizzabox) Prozent“, sagt Tamas Gaszmann, Technical and Production Manager bei Rondo in Budapest.
Zu den Maßnahmen der Prozessoptimierung, die Arnaud Jolliet und sein Team durchgeführt haben, gehörten Software Updates, Schulungen der Maschinenführer, Justierung der Flexoeinheiten, Verbesserung der Stanzregister und weitere Verbesserungen an den Werkzeugen. Im Lauf der Jahre hatte sich die Ausrichtung der Rollen innerhalb der Flexowerke verschoben. Sie wurden neu eingestellt und in ihre ursprüngliche Position gebracht. Dadurch haben sich die Rüstzeiten gesenkt und die Qualität verbessert. Bei den Vakuumeinstellungen für den Bogentransport zeigte sich, dass sich durch gezielte Mitarbeitertrainings die Maschinenstillstandzeiten reduzieren ließen. Viele weitere Verbesserungen an diversen Werkzeugen dienten dazu, sie für höhere Geschwindigkeiten fit zu machen: etwa Weich- statt Hartgummi, eine erhöhte Anzahl an Kerben, ein neues, Makulatur sparendes Layout, was letztendlich die Palettierung erleichtert hat. Zuletzt wurde die MASTERLINE vernetzt, was ein großer Vorteil für die Produktionsüberwachung ist.
Optimierung ist erst der Anfang
BOBST bietet das Programm der Prozessoptimierung derzeit in Europa und Nordamerika an. Im Jahr 2019 hat BOBST etwa 30 Prozessoptimierungen gestartet, ein Großteil ist abgeschlossen, ein Teil noch am Laufen. Auch bei Rondo in Budapest soll es weitergehen. „Wir planen mit BOBST weitere Optimierungen und erneute Schulungen für unsere Mitarbeiter. Der positive Ausgang der ersten Prozessoptimierung hat uns überzeugt, den Weg weiterzugehen“, sagt Tamas Gaszmann abschließend.
Über Rondo
Rondo-Ganahl mit Hauptsitz in Frastanz in Vorarlberg gehört zu den führenden Herstellern von Wellpappen-Verpackungen und Wellpappen-Rohpapieren in Österreich. Die Wurzeln der bis heute familiengeführten Aktiengesellschaft reichen bis ins Jahr 1797 zurück. Im Jahr 1911 gründete Philipp Ganahl die Vorarlberger Papierfabrik, der Einstieg ins Wellpappengeschäft folgte im Jahr 1954. Das Rondo-Wellpappenwerk in Budapest wurde 1995 in Betrieb genommen, es beschäftigt heute rund 195 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. In diesem Werk spiegelt sich die langjährige Erfahrung des Wellpappenherstellers wider. Mit modernsten Produktionsanlagen werden qualitativ hochwertige und aufmerksamkeitsstarke Verkaufsverpackungen sowie stabile Transportverpackungen erzeugt.
Bobst Mex AG, Schweiz